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September 24, 2026

Mastzelltumoren des Hundes

Von dr. Elena Reiser, Tierärztin, Tierklinik Oberhaching

©Der Beitrag ist in der Ausgabe #30 des Fachmagazins KATZENMEDIZIN erschienen und darüber hinaus online auf dem Fachportal JUST4VETS abrufbar (Just4Vets | Just4Vets – Fachportal für Tierärzt:innen).

Mastzelltumoren (MCT) gehören zu den häufigsten kutanen Neoplasien des Hundes und stellen aufgrund ihres ausgesprochen heterogenen biologischen Verhaltens eine besondere diagnostische und therapeutische Herausforderung dar. Während manche Tumoren über Jahre lokal begrenzt und klinisch wenig aggressiv verlaufen, zeigen andere ein rasch progredientes Wachstum mit lokaler Infiltration, Lymphknoten- und Fernmetastasierung sowie potenziell lebensbedrohlichen paraneoplastischen Effekten. Eine zuverlässige Einschätzung der individuellen Prognose und eine darauf abgestimmte Therapie erfordern daher die Integration klinischer, zytologischer, histopathologischer und zunehmend auch molekularer Befunde.

Die diagnostische und therapeutische Entscheidungsfindung beginnt bereits bei der klinischen Untersuchung. Neben Lokalisation,
Größe und Wachstumsverhalten der Läsion sind insbesondere Hinweise auf regionale Lymphknotenmetastasen oder systemische Auswirkungen der Mediatorfreisetzung (u.a. Heparin, Zytokine, Histamin) von Bedeutung. Die Feinnadelaspiration ermöglicht in vielen Fällen eine unkomplizierte zytologische Diagnosesicherung und sollte bei entsprechendem klinischem Verdacht frühzeitig erfolgen. Da MCT jedoch eine sehr heterogene Erscheinungsform haben sollte selbst bei initial benigner Verdachtsdiagnose wie beispielsweise einem Lipom eine Feinnadelaspiration zur Bestätigung/Ausschluss dessen erfolgen.

Diagnostik und Staging

Mastzelltumoren lassen sich aufgrund ihrer charakteristischen Morphologie und der metachromatischen Granula meist zuverlässig
zytologisch erkennen. Eine kleine Ausnahme stellen hierbei die agranulären Mastzelltumore, welche lediglich an der Histopathologischen Untersuchung diagnostiziert werden können und einen stark malignen Charakter verfolgen. Die Zytologie ermöglicht damit häufig eine schnelle und wenig invasive Diagnosesicherung und kann bereits vor einer chirurgischen Intervention wichtige Hinweise für das weitere Vorgehen liefern. Eine sichere Beurteilung des biologischen Verhaltens und der vollständigen lokalen Ausdehnung ist anhand der Zytologie allein jedoch nicht möglich.

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