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Feline Hyperthyreose – die häufigste Endokrinopathie der älteren Katze
Von Angelika Zybill, Tierärztin, Tierklinik Oberhaching
©Der Beitrag ist in der Ausgabe #31 des Fachmagazins KATZENMEDIZIN erschienen und darüber hinaus online auf dem Fachportal JUST4VETS abrufbar (Just4Vets | Just4Vets – Fachportal für Tierärzt:innen).
Gewichtsverlust trotz guten Appetits, Unruhe oder vermehrtes Trinken: Eine Hyperthyreose kann sich bei älteren Katzen auf vielfältige Weise zeigen. Der Beitrag gibt einen Überblick über klinische Symptome und Diagnostik sowie über die verfügbaren Therapieoptionen. Ein besonderes Augenmerk gilt der Nierenfunktion, denn eine Schilddrüsenüberfunktion kann eine bestehende Nierenerkrankung zunächst verdecken.
Die feline Hyperthyreose ist die häufigste Endokrinopathie der älteren Katze und eine multisystemische Erkrankung, die durch eine übermäßige Produktion und Sekretion der Schilddrüsenhormone Thyroxin (T4) und Trijodthyronin (T3) gekennzeichnet ist. Betroffen sind überwiegend Katzen im höheren Lebensalter; das durchschnittliche Alter bei Diagnosestellung liegt bei etwa 13 Jahren.
Am häufigsten findet sich eine multinoduläre adenomatöse Hyperplasie, seltener ein Adenom. Schilddrüsenkarzinome sind für weniger als fünf Prozent der klinischen Fälle verantwortlich. Zu den klassischen Symptomen gehören Gewichtsverlust trotz Polyphagie, Hyperaktivität und Unruhe. Häufig treten zusätzlich Polyurie und Polydipsie,Vomitus, Diarrhoe, Fellveränderungen, Muskelatrophie und Verhaltensveränderungen auf. Einige Katzen entwickeln eine ausgeprägte Nervosität oder Aggressivität. Aufgrund der multisystemischen Auswirkungen und der Überschneidung mit anderen Erkrankungen des geriatrischen Patienten sollte die Hyperthyreose bei älteren Katzen mit unspezifischen klinischen Symptomen grundsätzlich differenzialdiagnostisch berücksichtigt werden.


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