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April 8, 2026

Konstipation, Obstipation und Megakolon der Katze

Von Magdalena Toplak, Tierärztin, Tierklinik Oberhaching

©Der Beitrag ist in der Ausgabe #28 des Fachmagazins KATZENMEDIZIN erschienen und darüber hinaus online auf dem Fachportal JUST4VETS abrufbar (Konstipation, Obstipation und Megakolon der Katze – JUST4VETS).


Kotabsatzprobleme sind ein häufiger Vorstellungsgrund in der tierärztlichen Praxis und auch im Notdienst. Gerade dort bleibt häufig wenig Zeit, chronische Verstopfungsprobleme umfassend aufzuarbeiten. Für Tierärzt:innen stellen diese Fälle deshalb oft eine therapeutische Herausforderung dar. Die Problematik ist häufig rezidivierend und für die betroffenen Tiere mit erheblichem Leidensdruck verbunden. Hinzu kommt, dass Besitzer:innen Veränderungen des Kotabsatzes häufig erst spät bemerken. Katzen zeigen entsprechende Symptome lange nicht oder verbergen sie. Dadurch werden viele Tiere erst in einem fortgeschrittenen Stadium vorgestellt – oft mit reduziertem Allgemeinbefinden, Dehydratation und Elektrolytentgleisungen.

Im englischsprachigen Raum beschreibt der Begriff Konstipation mildere Formen von Kotabsatzproblemen, etwa eine verminderte Kotabsatzfrequenz oder Schwierigkeiten beim Kotabsatz. Obstipation bezeichnet dagegen schwerere Formen mit Verlust der normalen Defäkationsfunktion, häufig nach vorausgegangenem Therapieversagen. Ein Megakolon ist eine persistierende, irreversible Dilatation des Kolons mit Hypomotilität und kann idiopathisch auftreten oder sich sekundär infolge chronischer Obstipation entwickeln.

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