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Mai 18, 2026

Ventrikuläre Extrasystolen beim Hund: Fallbeispiel einer jungen Labradorhündin

Von Angelina Sindram, Tierärztin und Dr. Felix Lehner, Tierarzt, Tierklinik Oberhaching,

©Der Beitrag ist in der Ausgabe #41 des Fachmagazins HUNDERUNDEN erschienen und darüber hinaus online auf dem Fachportal JUST4VETS abrufbar (https://just4vets.online/aus-der-praxis/ventrikulaere-extrasystolen).


Herzrhythmusstörungen sind in der Tiermedizin ein häufiges Phänomen mit einer enormen Bandbreite an Ursachen. Sie reichen von genetischen Veranlagungen, wie man sie typischerweise bei Dobermännern (DCM) oder Boxern (ARVC) findet, bis hin zur Myokarditis, Elektrolytverschiebungen oder auch Herzerkrankungen wie Subaortenstenosen beim Hund und Hypertropher Kardiomyopathie (HCM) der Katze. Um Arrhythmien systematisch zu erfassen, kategorisiert man sie nach ihrem Ursprung (Vorhof oder Kammer), der Art der Störung (Bildung oder Leitung des Impulses) und der Frequenz (Brady- oder Tachyarrythmie). In diesem Beitrag möchten wir uns auf ventrikuläre Extrasystolen beschränken und einen kurzen Einblick auf die Entstehung und Behandlung geben.

Frieda und der abgebrochene Sekundentod

Die Geschichte der sieben Monate alten Labradorhündin Frieda verdeutlicht, wie unvorhersehbar kardiologische Notfälle sein können. Sie hatte keine nennenswerten Vorerkrankungen und zeigte stets eine gute Leistungsfähigkeit. Nach einem Spaziergang, zuhause angekommen und bereits gefüttert, erlitt sie völlig unvermittelt eine Synkope und lag bewusstlos einige Zeit auf der Seite. Dem glücklichen Umstand geschuldet, dass ein erfahrener Thoraxchirurg in der Nähe war und sofort eine Reanimation inklusive eines präkordialen Faustschlags einleitete, überlebte die junge Hündin. Ein Defibrillator stand in diesem Moment nicht zur Verfügung.

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